Vorstand des Freundeskreis Hubertusburg e.V.

Dr. med. Wolfgang Köhler

Funktion im Verein: Vorsitzender des Freundeskreis Schloss Hubertusburg e.V.

Beruf: Arzt

Bezug zur Hubertusburg: Wolfgang Köhler arbeitete 18 Jahre als Leiter der Klinik für Neurologie und Neurologische Intensivmedizin im Schloss Hubertusburg. Er ist seit 23 Jahren aktiv ehrenamtlich tätig im Vorstand des Freundeskreises und seit 2015 Vorsitzender.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Olav Praetsch

Funktion im Verein: Stellvertretender Vorsitzender

Beruf: Konditormeister selbstständig

Bezug zur HUB: In Sichtweite der Hubertusburg lebe und arbeite ich. Es ist mir ein großes persönliches Anliegen –gemeinsam mit allen Interessierten- die Hubertusburg zu einer modernen Stätte von Kunst, Kultur und Genuss zu entwickeln.

Residenzschloss Hubertusburg

Der Schlosskomplex als bedeutendes nationales und europäisches Baudenkmal mit überdurchschnittlicher Ausstrahlungskraft menschlichen Kulturschaffens soll daneben der interessierten Öffentlichkeit näher gebracht werden. Auch sollen Teilnutzungsmodelle entwickelt und Kunst und Kultur durch Konzerte, Ausstellungen und Lesungen in dem Schlosskomplex Einzug halten. Die seit 2006 organisierten Hubertusburger Friedensgespräche knüpfen bewußt an die europäisch bedeutende Tradition des Schlosses an, wo 1763 der Siebenjährige Krieg als faktisch erster Weltkrieg beendet wurde. Wir möchten das Schloss dabei als Konferenzstandort empfehlen und künftig von hier Friedensinitiativen ausgehen lassen. Die perspektivische Einrichtung eines Friedens-Institutes im Schloss Hubertusburg sehen wir als ein mögliches ideales Nutzungsziel der teilweise leerstehenden Schlossanlage an.

Mit der noch stärkeren musealen Nutzung von Schloss Hubertusburg als Gegenstand der Arbeit des Freundeskreises unterstützen und begrüßen wir auch die Initiative von Bundestagsabgeordneten zur Errichtung eines Nationalmuseums (z.B. Deutsches Nationalmuseum für Forst, Wald, Jagd). Hubertusburg hat dafür mit seiner einmaligen Geschichte, seiner zentralen Lage im Freistaat, seinem überreichen Raumangebot an barocker Bausubstanz usw. allerbeste Voraussetzungen. Außerdem geht es um das Aufzeigen von Möglichkeiten der Darstellung des Schlosses als Jagdschloss, zweite Residenz August des Starken und Friedrich August III und eine der größten barocken Schlossanlagen Deutschlands. Diese Ziele sollen stets im Konsens mit den Besonderheiten der Region stehen.

Die Aktivitäten im Jahr 2013, dem Jahr des 250. Jubiläums des Friedens von Hubertusburg, sehen wir auch als Ergebnis unserer langjährigen Bemühungen: Der Freistaat Sachsen errichtete in der Beletage des rechten Hofflügels des Palais eine Ausstellungsetage und öffnete dort vom 27. April bis zum 3. November 2013 eine Sonderausstellung der Staatlichen Kunstsammlung Dresden zum höfischen Leben, zur Jagd und zum Hubertusburger Frieden von 1763. Umfangreiche Rahmenprogramme, Opernaufführungen, Konzerte, ein Kolloquium und sonstige Veranstaltungen rundeten das Jubiläumsjahr ab. Das Bundesfinanzministerium hat am 7. Februar 2013 eine Sonderbriefmarke zu 90 Cent "250 Jahre Frieden von Hubertusburg" mit dem Bild der Schlossansicht herausgeben. Sie wurde am 15. Februar 2013 in Hubertusburg vorgestellt. Über 85000 Gäste besuchten diese Sonderausstelung in Hubertusburg. Damit wurden alle Erwartungen weit übertroffen.

 

Heute hat der Freundeskreis Schloss Hubertusburg e.V. die Erlaubnis erhalten, im Rahmen eines Nutzungsvertrages diese leeren Ausstellungsräume zu übernehmen und mit eigenen Mitteln neu zu gestalten. Unser Vereinsmitglied, die Leipziger Designerin Martina Elvira Lotzmann, hat es mit mehreren Mitstreitern übernommen, diese Räume mit Dokumenten und Bildern sowie ausgewählten Exponaten über die Geschichte der größten Jagdresidenz Europas sehr geschmackvoll auszustatten. Dort fanden Führungen und Konzerte, Lesungen und Events unter der organisatorischen Leitung der Gästeführer des Freundeskreises statt.

Das war eine Übergangslösung bis zum Mai 2019, als der Freistaat Sachsen hier im Schloss das 300. Jubiläum der Hochzeit von Friedrich August, dem Sohn August des Starken, und Maria Josephas, der Tochter des Kaisers Jospeh I, in einer halbjährigen Sonderausstellung würdigte. Nun setzen wir unsere Hoffnung auf eine dauerhafte, freistaatliche Ausstellungspräsenz in Hubertusburg, indem der Freistaat Sachsen ein Nutzungskonzept für dieses Schloss erarbeitet und das dann auch umsetzt. Die Möglichkeiten hier sind riesig, und die Wünsche und Forderungen der Besucher sind eindeutig in dieser Richtung.